Sexting

In zunehmenden Maße findet das Thema Sexting mediale Aufmerksamkeit:

Sexting ist die private Verbreitung erotischen Bildmaterials des eigenen Körpers über Multimedia Messaging Services (MMS) durch Mobiltelefone. Das aus dem anglo-amerikanischen Sprachraum stammende Kofferwort setzt sich aus Sex und texting (engl. etwa: „Kurzmitteilungen verschicken“) zusammen.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Sexting

Fast immer sind Schülerinnen und Schüler der Schule selbst betroffen. Auch wenn diese Handlungen im privaten Bereich anzusiedeln sind, wirken sie doch in erheblichen Maße zurück auf den Unterricht. Nicht selten sind derartige Bilder Ausgangspunkt für Cybermobbing, gelegentlich entstehen derartige Aufnahmen sogar während der Schulzeit.

Handelt es sich dabei um Kinder und Jugendliche, können sich aus diesem Verhalten neben dem zivilrechtlichen Aspekten sogar strafrechtliche Konsequenzen ergeben, z.B. die Verbreitung von Kinder- und Jugendpornografie.

Nach bisheriger Rechtsprechung ist Pornografie, auch in der Ausprägung als Kinderpornografie, nur dann anzunehmen, „wenn eine auf die sexuelle Stimulierung reduzierte und der Lebenswirklichkeit widersprechende, aufdringlich vergröbernde, verzerrende und anreißerische Darstellungsweise gewählt wird“ und „wenn unter Ausklammerung aller sonstigen menschlichen Bezüge sexuelle Vorgänge in grob aufdringlicher Weise in den Vordergrund gerückt werden sowie ihre Gesamttendenz ausschließlich oder überwiegend auf das lüsterne Interesse an sexuellen Dingen abzielt“

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kinderpornografie#Deutsches_Recht

Das Thema eignet sich hervorragend, um im Unterricht über mediale Fragen nachzudenken:

  • Was treibt Kinder und Jugendliche dazu, solche Fotos von sich selbst zu verbreiten?
  • Inwieweit ist das Medium „schuld“ an diesem Trend?
  • Warum bedroht der Staat derartige Bilder mit teilweise drakonischen Strafen?
  • Welche Bilder sollen Jugendliche von sich veröffentlichen und welche nicht?
  • Welche Vortstellung haben Jugendliche von dem Begriff „Privatssphäre“?

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Ratgeber für Eltern: